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Sonderausstellung

Robert Kahn

Ein großer Komponist in einer kleinen Stadt

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Robert Kahn, um 1933

Der in Berlin erfolgreiche Komponist Robert Kahn – von Johannes Brahms und Joseph Joachim gefördert, von Clara Schumann gelobt, von den Berliner Philharmonikern uraufgeführt – ließ 1910 für seine Familie in Feldberg eine Villa errichten. Damit begann eine jahrzehntelange Verbindung mit Mecklenburg, die mit einer erzwungenen Auswanderung aus dem nationalsozialistischen Deutschland endete. Heute kennen ihn und seine Werke vor allem leidenschaftliche Musikliebhaber und Spezialisten.

Robert Kahn im Alter von etwa 10 Jahren
Marchivum Mannheim, AB01686-022, Foto: Fotografisches Institut Gebr. Matter, Mannheim Robert Kahn, um 1875

Robert August Kahn wurde am 21. Juli 1865 in Mannheim als Sohn des jüdischen Kaufmanns Bernhard Kahn und dessen Frau Emma geboren, er war eines von acht Geschwistern. Die Familie war vermögend, der Vater spielte als langjähriger Stadtrat eine wichtige Rolle im politischen und gesellschaftlichen Leben Mannheims. Den großbürgerlichen Verhältnissen entsprechend, erhielten die Kinder Musikunterricht. Robert lernte Klavier und Geige spielen sowie komponieren.

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Quelle: Sign. 8, Robert-Kahn-Archiv, Akademie der Künste Berlin Variationen über ein altes Lied, erste Partiturseite des Autographs (Ausschnitt)

Kompositorisches Schaffen

Robert Kahn komponierte eine Vielzahl von Stücken, allein das gedruckte Werk umfasst 83 Nummern, die teilweise aus bis zu 30 Einzelstücken bestehen. "Große" Stücke hat Kahn nicht geschaffen, sein Schwerpunkt lag vor allem in den kleinen Formen: Kammermusikstücke und Lieder, wie die abgebildete "Variation über ein altes Lied", das hier in der Originalversion zu hören ist:

© Stiftung Mecklenburg, Aufnahme: Studio 2 tonstudios, Schwerin.
Gesang: Sophia Maeno; Flügel: Maša Novosel

Stilistisch folgte Kahn einer traditionsorientierten Kompositionsweise. Der Musikwissenschaftler Steffen Fahl bezeichnete den Komponisten als "romantischen Klassizisten". Robert Kahn orientierte sich anfangs an Robert Schumann und Felix Mendelssohn Bartholdy. In der weiteren Entwicklung blieb er aber dem Melodischem verbunden und lehnte zeitgenössische Strömungen wie die Zwölftontechnik ab.

Die Räume im Überblick

Robert Kahn in Uniform, die linke Hand am Degen

Ohne Abitur zur Professur

Bleistiftzeichnung 1911

Ein "Obdach" in Mecklenburg-Strelitz

Raum Kurzes Glück und Entrechtung - im Bild die Unteschrift Wilhelm Furtwänglers

Kurzes Glück und Entrechtung

Robert Kahn und Wilhelm Kempff, März 1931

Flucht nach England

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Im englischen Exil

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Exkurs: Tagbuch in Tönen

Herbstlicher Wald mit See im Hintergrund

Exkurs "Es naht des Herbstes Zeit"