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Übernutzung der Wälder

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Verschwelung von Holz zu Teer

Teerschwelereien zur Herstellung von Pech als Dichtungs- und Schmiermittel benötigen große Mengen Buchenholz. Köhlereien verarbeiten Holz zu Holzkohle. Der Raubbau an den Wäldern wird bereits sichtbar, ist aber noch keiner Beschränkung unterworfen. Das „Holzrecht“ an den Wäldern ist wegen der hohen Gewinne ein Privileg der Grundherren – der Herzöge und des Landadels. Holzdiebstahl auch von herabgefallenen Ästen und umgestürzten Bäumen wird als „Holzfrevel“ schwer bestraft.

Jarmen im Peenetal, schwedische Matrikelkarte 1698
Jarmen im Peenetal, schwedische Matrikelkarte 1698

Die entwaldete Küstenregion verödet und wird von Sanddünen bedeckt. Eine durch die Schweden in Kaseburg bei Swinemünde gegründete Werft geht nach dem Abholzen des Waldbestandes wieder ein. Wolfsrudel dringen in Dörfer und Städte vor. Sie werden intensiv bejagt.

Glashütten zur Herstellung von gewinnbringendem Waldglas aus einheimischem Quarzsand benötigen zur Schmelze sehr hohe Temperaturen, die nur mit Hartholz erzielt werden können. Eichen und Buchen werden massenhaft gefällt und verheizt. 1665 entsteht in Stolzenberg bei Rothenklempenow die ertragreichste Glashütte Pommerns.

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