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Lebensweise | 1950 bis 2000 | Mecklenburg bis 1945

Geldkatze des Lübecker Martensmanns (Replik)

Bild
360° Ansicht
  • Leder
  • ca. 20 cm Breite

Der seit dem 18. Jahrhundert nachweisbare und vermutlich weitaus ältere jährliche Martensmannzug zwischen Lübeck und Schwerin kam im Jahr 1817 zum Erliegen. Mit einem Vertrag vereinbarten die freie Hansestadt und das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin, dass Lübeck fortan von seiner jährlichen Lieferung eines Fasses Weines nach Schwerin befreit sei. Die Utensilien für diesen Brauch kamen ins Museum. Sie dienten mehr als 170 Jahre später bei dessen Wiederbelebung als Vorlagen für Repliken einer Martensmannlaterne sowie der Geldkatze, aus der der Martensmann bei seinen Umzügen Münzen in die seine Kutsche umringende Volksmenge geworfen hatte. Auf Initiative der Stiftung Mecklenburg fuhr im November 1991 erstmals wieder ein Martensmann von Lübeck nach Schwerin, was seitdem wieder Jahr für Jahr mit einem Volksfest gefeiert wird. Hierfür fertigten die Kunstschmiede Cornelia und Birger Radsack aus Stresdorf bei Gadebusch im Auftrag der Stiftung Mecklenburg 1993 eine Replik der Martensmannlaterne. Im Jahr 2000 folgte die Replik der Geldkatze, gefertigt von den Täschnern Rolf Weller und Karl-Heinz Scheinpflug im Auftrag des Lions Clubs Schwerin.

Text: F. O.

Das Originalexponat finden Sie hier:

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