Immobilien im Fokus
Die 1871 gegründete Mecklenburgische Hypotheken- und Wechselbank hatte ihren Sitz in Schwerin. Seinem Namen getreu, konzentrierte sich das Unternehmen vor allem auf Hypothekenbankgeschäfte, also auf Darlehen, die durch eine oder mehrere Immobilien gesichert sind.
Die nebenstehende Aktie aus dem Jahr 1927 ist zu ihrer Entwertung gelocht worden.
Eine der Wurzeln des regionalen Banken-Netzes
Die Aktie stammt aus dem Gründungsjahr der Mecklenburgischen Spar-Bank, die aus der seit 1853 bestehenden Mecklenburgischen Lebensversicherungs- und Sparbank hervorging. 1921 fusionierte das Unternehmen mit der Bankabteilung der Mecklenburgischen Hypotheken- und Wechselbank zur Mecklenburgischen Depositen- und Wechselbank. Eine weitere Fusion im Jahr 1933 brachte den Zusammenschluss mit der Rostocker Bank. Nach 1945 verlagerte die Bank ihren Sitz nach Schleswig-Holstein (Tossens) und existiert bis heute.
Banknoten aus Rostock
Die 1850 in Rostock gegründete Rostocker Bank hatte in den ersten 21 Jahren ihrer Geschichte das Recht, Banknoten herauszugeben. Dieses Recht gab die Bank jedoch freiwillig auf, da damit Einschränkungen für andere, gewinnträchtige Geschäfte verbunden waren.
Der Erfolg der kommenden Jahrzehnte gab der getroffenen Entscheidung Recht. Seinen Hauptsitz am Hopfenmarkt 31/32 (heute Kröpeliner Straße 84) konnte das Unternehmen wenige Jahre vor der Ausgabe der hier abgebildeten Aktie nach Plänen des renommierten Architekten Paul Korff umgestalten lassen.
Risikominderung für die Landwirtschaft
Die Zahl der Mitglieder des Grevesmühlener Hagel-Vereins wuchs in den ersten neun Monaten des Jahres 1937 von 8.469 auf 8.886, was dessen Schutzmöglichkeiten in Schadensfällen vergrößerte.
Historischer Unwetterbericht für Mecklenburg, 1937
„Am 8. Juni fiel im ganzen Geschäftsgebiet Hagel, besonders stark in der Krakower Gegend. Schwere Schäden traten am 18. Juni zwischen Waren und Röbel ein und erforderten erhebliche Entschädigungen. Auch die sonst als hagelfrei geltende Ostseeküste wurde bei Brunshaupten betroffen.“
Impressum
Freischaltung: April 2026
Kurator: Dr. Florian Ostrop, Stiftung Mecklenburg
Technische Umsetzung: Mathias Richter, Schwerin
Alle gezeigten Objekte entstammen der Sammlung von Ulrich Brehm, Schwerin






