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Anleihen

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In Friedenszeiten versprach eine Investition in die Anleihe eines öffentlichen Kreditnehmers, etwa mit einem Anleiheschein der Residenzstadt Schwerin, eine sichere Geldanlage.

3,5 Prozent erhielt der Eigentümer dieses prächtig gestalteten Wertpapiers aus dem Jahr 1897 pro Jahr.

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Sammlung Ulrich Brehm Kuxschein der Mecklenburgischen Gewerkschaft Friedrich Franz, 1896

Die Hoffnung fiel schnell ins Wasser

Dieses Wertpapier spiegelt ein Stück Bergbaugeschichte. In der Nähe von Lübtheen gingen zu Beginn des 20. Jahrhunderts zwei Kalibergwerke in Betrieb. Die Förderung kam allerdings in den Jahren 1912/16 bereits wieder zum Erliegen, weil Wasser in die Schächte eingedrungen war. Nach dem Weltkrieg wurde die Kaligewinnung nicht wieder aufgenommen. 

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Sammlung Ulrich Brehm Kuxschein der Mecklenburgischen Gewerkschaft Friedrich Franz, Innenseite

Ein Schachtstück auf Papier

Dieser Kux-Schein wies für seinen Eigentümer ein ideelles Stück an den Lübtheener Bergwerken aus, vergleichbar mit den Schiffsanteilen der Partenreederei, die im Raum Fahrzeugbau dieser Ausstellung thematisiert ist.

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Sammlung Ulrich Brehm Mecklenburgischen Gewerkschaft Friedrich Franz, Eigentümerwechsel des Kuxscheins

Auf dem Weg in die Wertlosigkeit

Datierungen zu den Eigentümerwechseln dieses Kuxscheins mit der Nummer 112 fehlen, doch kann angesichts der kurzen Betriebszeit der Schächte der Gewerkschaft Friedrich Franz vermutet werden, dass der letzte hier aufgeführte Eigentümer, Ministerialrat zu Heyden zu Ostorf bei Schwerin, mit der Aufgabe der Unternehmung sein Geld verlor.