Zwischen September 1870 und März 1871 waren mehr als 1.400 französische Kriegsgefangene in Schwerin interniert. Der „Franzosenweg“ am Schweriner Innensee ist eine Spur dieser Zeit.
Diese Lokalnachricht aus der "Mecklenburgischen Zeitung" belegt, dass der Name "Franzosenweg" schon früh gebräuchlich war.
Die Virtuelle Sonderausstellung präsentiert in sieben "Räumen" und mehreren Vertiefungsebenen Forschungsergebnisse zur Geschichte der während des Deutsch-Französischen Krieges in die großherzogliche Residenzstadt Schwerin gebrachten französischen Gefangenen. Eingebettet werden die Schweriner Ereignisse in Nachrichten über die Situation in anderen Städten der Großherzotgtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz.
Die Forschungen werden fortgesetzt. Wer dies unterstützen möchte, findet im letzten "Raum" den Kontakt zur Projektgruppe.
Zuerst in die Residenzen
Die Ankunft der Gefangenen in Schwerin erfolgte in mehreren Transporten. Im September 1870 trafen die ersten ein, mindestens 900 Mann. Anfang November vermeldete die Zeitung "Der Volksfreund" dann weitere 137 Gefangene vor Ort.
Ebenfalls im September 1870 wurden auch in der Hauptstadt von Mecklenburg-Strelitz die ersten Gefangenen interniert.
Weitere mecklenburgische Städte – Ludwigslust, Parchim, Rostock und Wismar – folgten erst später. Andere Städte und Gemeinden waren in das System der Kriegsgefangenschaft als Arbeitsorte, Verkehrsknotenpunkte oder für die Krankenversorgung eingebunden. In Güstrow war Anfang 1871 die Unterbringung einer größeren Anzahl von Gefangenen angekündigt, und es liefen auch bauliche Vorbereitungen hierzu. Doch die erwartete Zuweisung blieb aus.


![Der Fall von Strasburg The [Franco-Prussian] War: Fall of Strasbourg - Departure of French Prisoners © The illustraded London News, 15. Oktober 1870 The [Franco-Prussian] War: Fall of Strasbourg - Departure of French Prisoners](/export/sites/vlm/.galleries/Sonderausstellung-Kriegsgefangene-1870-71/Der_Fall_von_Strasburg.jpg_571619163.jpg)

